Warum die Kaffeewirtschaft jetzt Schloßwirtschaft heißt

Aus der Kaffeewirtschaft in Hehlen wird die Schloßwirtschaft: Inhaber Malte Müffelmann und Küchenchef Fabian Huschitt haben uns erzählt, warum sie das Restaurant umbenennen – und welche Geschichte hinter dem jungen Team steckt.

Als Malte Müffelmann und seine Frau Katrin nach der gemeinsamen Hochzeit vor ein paar Jahren zurück nach Wien fahren, planen sie. Sie sprechen über ihre Zukunft, über die Familienplanung, eine mögliche Selbstständigkeit. Zu dieser Zeit wohnen sie in Wien, machen sich dort einen Namen in der renommierten Barszene. Acht Jahre leben sie in der österreichischen Hauptstadt, dann zieht es sie aus familiären Gründen zurück in die Heimat. Hier im Weserbergland haben sie ihre Wurzeln.

„Auf der Autofahrt nach der Hochzeit ist bei uns das Projekt 2020 entstanden“, erzählt Malte an diesem sonnigen Vormittag auf der Terrasse seines Restaurants in Hehlen. Aus dem Projekt 2020 wird das Projekt 2019. Denn entgegen der ursprünglichen Planung wird der Traum vom eigenen Restaurant schon ein Jahr früher Realität. „Irgendwann mal ein eigenes Restaurant: Das war schon immer ein großes Lebensziel von uns“, sagt Malte.

Schloßwirtschaft Hehlen – „eine der schönsten Locations im Weserbergland“

Auch die Kaffeewirtschaft in Hehlen hatte er schon längere Zeit im Auge. „Wenn ich mir ausgemalt habe, wie ich etwas machen würde, habe ich es in meinem Kopf immer hier durchgespielt, hätte aber nie gedacht, dass ich irgendwann tatsächlich mal die Gelegenheit dazu bekommen würde“, erzählt Malte. Für den Inhaber sei die Kaffeewirtschaft schon immer „eine der schönsten Locations im Weserbergland“ gewesen.

Als sich 2019 schließlich abzeichnet, dass sich der vorherige Pächter zurückzieht, ergreifen Malte und Katrin die Initiative – und übernehmen das Restaurant in Hehlen. Das Ehepaar hatte über die Zeit in Wien und weitere Stationen zuvor bereits wichtige Erfahrungen gesammelt. Als sie ins Weserbergland zurückgekehrt waren, hatte Malte zunächst im renommierten Schlosshotel Münchhausen in Schwöbber bei Aerzen gearbeitet. Katrin hatte eine Babypause für die gemeinsame Tochter eingelegt, die nach der Rückkehr ins Weserbergland zur Welt gekommen war.

Hinter der Schloßwirtschaft steckt ein junges und professionelles Team

Über die Zeit im Schlosshotel lernt Malte auch seinen neuen Küchenchef kennen, der heute Bestandteil des kreativen und jungen Teams ist: Fabian Huschitt hat vor seiner Anstellung im Schlosshotel Münchhausen im ebenfalls sternprämierten Restaurant einsunternull in Berlin-Mitte gearbeitet und davor im Ritz-Carlton in Wolfsburg, dessen Gourmet-Restaurant „Aqua“ gleich mit drei Sternen im Guide Michelin aufwarten kann.

„Für mich ist es der geilste Job der Welt, selbstständig in der Gastronomie tätig zu sein“, sagt Malte und fügt hinzu: „Die Eigenständigkeit ist eine große Motivation.“ Küchenchef Fabian Huschitt ergänzt: „Es ist einfach schön, wenn unsere Gäste zufrieden das Restaurant verlassen, wenn wir ihnen einen tollen Abend, eine schöne Feier oder einen angenehmen Mittag bereiten konnten.“

Schloßwirtschaft statt Kaffeewirtschaft: „Kein komplett neuer Name, sondern ein Facelift“

Wofür die Schloßwirtschaft in Hehlen steht? „Für Frische, Qualität und Nachhaltigkeit“, sagt Malte. Das Team bezieht die Produkte hauptsächlich von Lieferanten aus der Region, setzt auf heimisches Wild, Obst aus dem Schlossgarten oder Gemüse vom Bauern aus dem Nachbarort. „Wir möchten gerade nicht, dass die Produkte aus Argentinien oder Spanien kommen, sondern unsere umliegenden Landwirte und Produzenten unterstützen“, meint Fabian. Kurze Lieferwege und der direkte Kontakt zum Erzeuger sind dem Team sehr wichtig. Diese nachhaltige Philosophie soll sich auch im Namen des Restaurants widerspiegeln.

„Viele Gäste haben die Kaffeewirtschaft oft mit Kaffee und Kuchen verbunden“, erklärt Malte. Wir möchten uns aber nicht darauf beschränken, sondern den Fokus auf unsere sehr gute Küche und das Restaurant legen.“ Natürlich gebe es auch weiterhin Kaffee und Kuchen, der neue Name solle das Angebot aber besser abbilden. Das Logo orientiert sich dabei weiter am ursprünglichen Design. „Für uns ist es kein komplett neuer Name, erst recht kein komplett neues Konzept. Wir bezeichnen es eher als Facelift“, schmunzelt er.

Die Speisekarte wechselt alle zwei Monate

Alle zwei Monate gibt es eine neue Speisekarte in der Schloßwirtschaft. Aktuell finden sich dort Gerichte wie Forellenröllchen, Eierschwammerl und Wiener Schnitzel. „Wir bieten eine innovative Küche und haben viele Gerichte mit deutsch-österreichischem Einfluss auf der Speisekarte “, erklärt Malte. Der deutsch-österreichische Einfluss geht zurück auf die Zeit in Wien mit seiner Frau – und spiegelt so auch die Geschichte der Schloßwirtschaft wider.

Text: Moritz Muschik
Fotos: Tanja Dutton
Konzeptschmiede Hameln
Schloßwirtschaft Hehlen

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