„Gehirne für Maschinen“: Wir haben bei Schubs Steuerungstechnik in Hameln hinter die Kulissen geschaut

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Die Schaltanlagen von Schubs aus Hameln sorgen dafür, dass Maschinen wissen, was sie tun sollen. Wir waren zu Besuch und haben gemeinsam mit Vertriebsleiter Denis Schulz hinter die Kulissen des innovativen Hamelner Betriebs geschaut.

Die Flachkupferschiene glänzt im hellen Sonnenlicht, das an diesem Freitagmittag durch die Hochfenster der Werkshalle scheint. Denis Schulz zeigt uns inmitten einer der Produktionshallen von Schubs Steuerungstechnik, wofür das Unternehmen aus Hameln steht. „Kurzgesagt produzieren wir das Gehirn einer Maschine“, sagt der 31-jährige Vertriebsleiter – und meint die ausgefeilte Steuerungstechnik, die vorrangig in Schaltschränken zu finden ist.

Diese Schaltschränke wiederum sorgen dafür, dass „Maschinen wissen, was sie tun sollen“. So zumindest erklärt es Denis stark vereinfacht. So komplex die Steuerungstechnik, so vielfältig sind die Anwendungsbereiche, in denen sie zum Einsatz kommt. 12.000 bis 14.000 Steuerungen verlassen pro Jahr die Produktionshallen des Betriebs. Schaltschränke und Steuerungen von Schubs aus Hameln finden sich später in unterschiedlichen Maschinen von Betrieben aus zahlreichen Branchen. „Diese Kupferschiene zum Beispiel“, beginnt Denis, „könnte in einem Schaltschrank verbaut sein, mit dem eine Maschine gesteuert wird, die für die Produktion von Folien zuständig ist“.

So begegnet uns die Steuerungstechnik von Schubs im Alltag

Die Anwendungsfälle seiner Arbeit begleiten Denis Schulz auch im Alltag. „Wenn ich etwa auf der Autobahn unterwegs bin und an einer Baustelle vorbeifahre, schaue ich mir schon genau an, welche Baustellenfahrzeuge dort so im Einsatz ist“, erzählt er. In einigen Asphaltiermaschinen bestimmter Hersteller zum Beispiel ist Steuerungstechnik von Schubs verbaut. „Es ist wirklich beeindruckend, das Ergebnis unserer Arbeit live zu sehen“, sagt er. Die Schaltanlagen des Hamelner Betriebs sind nicht nur im Straßenbau, sondern auch in den Bereichen Elektrotechnik, Druckluft, Nahrungsmittel, Photovoltaik, Windkraft und dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau im Einsatz.

Schubs Steuerungstechnik im Podcast „Wirtschaft im Weserbergland“

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Denis Schulz ist seit 2020 als Vertriebsleiter für Schubs tätig. Sein Vater Axel Schulz ist der Geschäftsführer. „Schon als Kind und Jugendlicher habe ich in den Betrieb reingeschnuppert und in den Schulferien erste Erfahrungen gesammelt“, erzählt Denis. Er ist ausgebildeter Elektriker für Betriebstechnik, hat in diesem Bereich seinen Meister nachgelegt – und Wirtschaftsingenieurswesen in Hannover studiert. „Ehrlich gesagt hatte ich nie wirklich den Wunsch, aus Hameln und Umgebung wegzuziehen. In der Großstadt zu leben, wäre nichts für mich“, meint Denis.

„Vintage Cable“: Denis hat neben seinem Studium ein Start-up für Kabelbäume gegründet

Die Leidenschaft für Technik, Steuerungen und besonders Autos hat Denis 2015 dazu geführt, neben seinem Studium ein Start-up für Kabelbäume in Oldtimern zu gründen. In der Anfangszeit läuft es noch schleppend, doch nach einem Artikel in der „Motor Klassik“, einem Ableger der „Auto, Motor, Sport“-Zeitschrift häuften sich die Anfragen und Aufträge – sogar aus den USA. „Vintage Cable“ war sogar als offizieller Teilespezialist bei BMW Klassik gelistet. „Ich habe wertvolle Erfahrungen und Kontakte über das Start-up sammeln dürfen“, sagt Denis.

Inzwischen liegt sein beruflicher Fokus auf dem Einsatz für Schubs. Das Hamelner Unternehmen mit über 70 Mitarbeitern ist in den 1990er Jahren im Keller eines Mietshauses gestartet. Mittlerweile hat sich der frühere Zweimann-Betrieb zum etablierten mittelständischen Industrieunternehmen entwickelt. Der Bezug zur Region und das soziale Engagement spielen seit den Gründungsjahren eine wichtige Rolle. So bezieht das Unternehmen paritätische Einrichtungen in die Fertigung ein. Dazu sind die Werte „Respekt“ und „Miteinander“ fest in der Unternehmenskultur verankert.

Schubs versteht sich als Vorreiter in der digitalisierten Welt der Schaltschrankfertigung

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur stellt der Pioniergeist dar. „Schubs nimmt eine Vorreiterrolle in der digitalisierten Welt der Schaltschrankfertigung ein“, heißt es dazu auf der Website des Betriebs. Entsprechend wichtig sind Innovationen für die fortlaufende Weiterentwicklung. „Wir haben zum Beispiel ein System entwickelt, das alle wesentlichen Dokumente für Schaltpläne digital zusammenfasst – und bei Änderungen die entsprechenden Inhalte direkt ersetzt“, erzählt Denis.

Ein anderes Beispiel für betriebsinterne Innovation ist eine Technologie zur vereinfachten Bestückung der Vielzahl von Elektrokomponenten in den Schaltschränken. „Ein Beamer projiziert die Punkte auf den korrekten Einbauort und zeigt so, an welcher Stelle das erforderliche Element angebracht werden soll“, erklärt Denis. Um Erneuerungen weiter zu fördern, setzt Schubs auch auf die den Digitalhub „zedita“. Die Innovationscommunity ist für uns und unsere Mitarbeiter eine großartige Gelegenheit, um niveaugleichen Austausch zu fördern“, sagt der Vertriebsleiter. Das ist dem Unternehmen wichtig, um auch in Zukunft bedarfsgerecht „Gehirne für Maschinen“ zu produzieren.

Fotos: Catrin Rörig

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