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Das ist der neue Chef der Hamelner Sumpfblume

Die Sumpfblume hat einen neuen Chef. Fabio Rocchio tritt die Nachfolge von Linda Meier an, die zu Ende Januar gekündigt hatte.

Zehn Bewerbungen für die Geschäftsführung der Sumpfblume seien eingegangen, sagt Wolfgang Meier, der zweite Vorsitzende des Vereins „Freunde der Sumpfblume“, auf Anfrage dieser Zeitung. Mit vier oder fünf Bewerben habe man Vorstellungsgespräche geführt. Die Wahl fiel schließlich auf Fabio Rocchio, dessen Bewerbung erst „relativ spät“ eingegangen sei.

Er habe vor einem halben Jahr im Marketing und Vertrieb der Technischen Akademie in Hameln angefangen zu arbeiten, erzählt der 37-jährige Rocchio. Bei einem Essen in der Sumpfblume habe er von der ausgeschriebenen Stelle erfahren und sich schließlich beworben, da er fand, „dass die Stelle sehr gut zu meiner Vita passt“. Fabio Rocchio kommt aus der Kultur.

Er ist ausgebildeter Schauspieler

In Aachen hat er eine Ausbildung als Schauspieler gemacht, war anschließend als freischaffender Künstler in Frankfurt, Köln und Göttingen tätig. Auch in verschiedenen Bereichen der Gastronomie hat er gearbeitet. In der niedersächsischen Universitätsstadt, wo er derzeit noch wohnt, studierte er Soziale Arbeit, arbeitete als pädagogischer Mitarbeiter bei Trägern der beruflichen Weiterbildung und betrieb nebenberuflich ein eigenes Zimmertheater (“NichtnurTheater“). Seine frühe Kindheit hat er in Italien verbracht, wo er in Pisticci zur Welt kam, später ging es für ihn nach Deutschland, wo er im mittelfränkischen Dinkelsbühl aufwuchs.

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Als Geschäftsführer der Sumpfblume will er sich nun einer neuen Herausforderung stellen. „Fabio Rocchio strahlt den Mut aus, anzupacken und was Neues zu machen“, sagt Helmut Vogt, der Vorsitzende der „Freunde der Sumpfblume“, „ich bin richtig begeistert.“ Auch Wolfgang Meier ist überzeugt, mit Fabio Rocchio die richtige Wahl getroffen zu haben. „Für mich ist es die Breite, die er mitbringt“, sagt er mit Blick auf Rocchios Erfahrung im Kultur-, pädagogischen und gastronomischen Bereich.

Ich habe schon ein paar Ideen, aber die müssen wir erst mal besprechen.

Fabio Rocchio, der neue Geschäftsführer der Sumpfblume

Am 18. März ist Fabio Rocchios erster Arbeitstag in der Sumpfblume. Er habe auch schon ein paar Ideen, die er einbringen wolle, „aber die sind noch nicht der Rede wert“, sagt er. „Wir müssen erst mal die Situation analysieren und dann besprechen, was funktioniert und was nicht.“ Aber er würde sich natürlich freuen, in der Sumpfe künftig auch „mehr Theater“ anbieten zu können. Kritisiert wurde in den vergangenen Jahren des Öfteren, dass die Öffnungszeiten der Gastronomie des Sumpfe-Cafés deutlich eingeschränkt wurden. Er wisse von dieser Kritik und habe auch dafür schon Ideen, die aber auch erst besprochen werden müssten.

Jetzt freue er sich erst einmal auf seine neue Aufgabe und mit den Mitarbeitern, gastierenden Künstlern, Besuchern und Freunden der Sumpfblume zusammenzuarbeiten, um die Sumpfe als lebendiges Kulturzentrum weiter auszubauen und weiter voranzutreiben. Parallel dazu sucht er eine Wohnung in Hameln.

Er macht schon schöne Augen

Einen neuen Besucher hat Fabio Rocchio schon gewonnen. Beim Schießen der Pressefotos kommt ein junger Mann auf einem Fahrrad vorbei, bleibt abrupt stehen und fragt Rocchio, wer er sei, er habe „so schöne Augen“, und was er mache. „Ich fange hier an zu arbeiten“, antwortet Rocchio und zeigt hinter sich auf die Sumpfblume, „komm einfach mal vorbei!“ – „Mach ich!“, sagt der junge Radfahrer begeistert und verabschiedet sich.

Foto: Philipp Killmann

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