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Ausflugtipp für Hameln und Umgebung: Wanderabenteuer am Hohenstein

Mit Kids on Tour. Unsere Supporterin Ines Krawinkel weiß, wie man Kinder gut beschäftigen kann. Zusammen mit Familie und Freunden hat sie für euch die Umgebung entdeckt und spannende Tipps für lohnende Ausflugsziele parat. Neugierig? Dann auf zum vierten Teil unserer Serie "Mit Kids on Tour": Es geht zum Wandern am Hohenstein.

So richtige Wanderfans sind unsere Kinder nicht, aber wir lieben es in der Natur, und vor allem im Wald, zu sein. Die Kinder kann man im Endeffekt nur mit einer Prise Abenteuer locken. Und Abenteuer gibt es jede Menge um die Hohenstein Klippen, die über dem schönen Dörfchen Zersen bei Hameln thronen.

Erreichen könnt ihr die Wanderwege zum Hohenstein am besten über den Wanderparkplatz Försterlaube oder den Parkplatz in der Nähe des Restaurants Pappmühle. Beide Wege treffen sich mitten im Wald an der Kreuzung der sogenannten Baxmann Baude. Die Baxmann Baude ist eine Art Kiosk, an der man zuweilen Snacks, Getränke und Eis bekommen kann. Da sie nicht immer geöffnet hat, empfehle ich euch aber definitiv ausreichend Proviant dabei zu haben. Eltern kennen es doch nur zu gut, dass von den Kindern bereits nach wenigen Schritten schon das erste Würstchen aus dem Rucksack gefischt wird. Zumindest bei uns ist das immer der Fall!

Wassertretbecken am eiskalten Blutbach

Die Wege haben übrigens beide ihren Charme. Am Parkplatz Nähe Pappmühle habt ihr ein Wassertretbecken, das uns als Familie gern zu kleinen Wettkämpfen à la „Wer schafft es am längsten im eiskalten Blutbach zu stehen“ einlädt. Außerdem kann man aus einem Wasserspender direkt das glasklare Wasser der Blutbachquelle trinken.

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Vom Parkplatz an der Försterlaube geht man erstmal eine ganze Weile bergab und kommt dann direkt auf einen riesigen, hölzernen Bilderrahmen zu. Den finden die Kleinen genauso super, wie die etwas Größeren (perfektes Motiv für Snaps an die Freunde).

Am Blutbach machen wir meist ein kurzes Päuschen. Die Kinder waten durch das Wasser, lassen kleine Holzstücke wie Schiffchen schwimmen oder balancieren über Baumstämme. Plant hier also etwas Zeit ein und nehmt euch vielleicht eine Thermoskanne Kaffee oder Tee mit, um hier gemütlich zu chillen.

Die Sage vom Blutbach ist nichts für schwache Nerven

Kennt ihr eigentlich die zugehörige Sage zum Blutbach? Das ist die Sage vom Baxmann, einem Wirt aus Hessisch Oldendorf im Mittelalter. Er soll seinen Reichtum mit Betrügereien erlangt haben. Mit 91 Jahren starb er, was für die Zeit ein ungewöhnlich hohes Alter war, und nach seiner Beerdigung tauchte er mehrmals wieder in der Stadt auf. Daher vermutete man, dass er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatte und verbannte ihn an die Quelle des Blutbaches. Er sollte mit einem Sieb die Quelle leer schöpfen, dann würde sein Bann gebrochen sein. Der schlaue Herr Baxmann aber wartete einfach auf den Winter und schöpfte dann einfach das Eis aus dem Bach. Die Bürger von Hessisch Oldendorf waren schockiert, als er wieder auftauchte, und verbannten ihn erneut. Diesmal bekam er einen Fingerhut, um den Bach leer zu schöpfen. Und seither soll er sein Unwesen in der Nähe der Quelle treiben…

Okay, diese Geschichte solltet ihr euren Kindern in voller Gänze nur ab einem gewissen Alter erzählen, damit der Wandertrip an dieser Stelle nicht direkt mit einem panischen Kind endet. Ansonsten finde ich es ja sehr gut, wenn man auf Ausflügen auch mal (ganz still und heimlich) etwas Lehrreiches mit einfließen lässt.

Entweder Treppen oder Wanderweg

Vom Blutbach aus geht es hoch hinaus. Ihr habt die Wahl: steigt ihr die steinernden Treppen steil hinauf zu den Hohenstein Klippen oder mögt ihr es lieber sanft den Wanderweg entlang, der sich durch den Wald schlängelt. Da unsere Kinder Abenteuer brauchen, nehmen wir immer den kleinen Pfad mit den Treppen. Unterwegs kann auch mal links und rechts auf Felsen und an Waldhängen geklettert werden. Der Weg ist bei uns das Ziel und solange die Kinder glücklich sind, sind wir es auch.

Ich sage euch, die Anstrengung lohnt sich! Oben angekommen habt ihr einen ganz tollen Blick über das Wesertal bis hinüber ins Sonnental. Wichtig für Eltern kleinerer Kinder: Seid bitte vorsichtig, wenn ihr euch an den Rand der Klippen wagt. Hier ist nichts abgesichert. Der Blick ist grandios, aber es geht auch dementsprechend weit hinunter. Einen genauso schönen, aber gesicherten Blick habt ihr von der sogenannten Teufelskanzel (ja, hier ist alles etwas düster benannt). Diese Felsformation erreicht ihr, wenn ihr von den Klippen aus links dem Wanderweg folgt. Ihr könnt sie über steinernde Treppen erreichen und oben gibt es ein Geländer, so dass ihr euch voll und ganz auf den schönen Ausblick konzentrieren könnt.

Fotos: Ines Krawinkel

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