Corona-Quarantäne in Hameln: Tipps und Ideen für die Zeit zu Hause mit Kindern

Euch hat es erwischt und ihr seid in Corona-Quarantäne? Und dann auch noch mit Kindern? Vielleicht habt ihr auch Symptome und fühlt euch nicht richtig fit, aber die lieben Kleinen langweilen sich? Wir kennen das auch aus eigener Erfahrung und haben euch ein paar „Überlebensstrategien“ mit Ideen für die Quarantäne mit Kindern zusammengestellt.

Camping im Wohnzimmer

Eigentlich war bei uns ein Wochenende im Harz geplant, dann machte uns Corona leider einen Strich durch die Rechnung. Statt Spaß im Schnee zu haben, sitzen wir im Haus und schauen den Regentropfen am Fenster gelangweilt bei ihrem täglichen Wettlauf zu. Aber so ein bisschen Campingstimmung kann man sich auch ins eigene Haus oder die eigene Wohnung holen. Wir machen das traditionell sowieso einmal im Winter – wir campen vor dem Kamin im Wohnzimmer. Dazu bauen wir aus unseren Matratzen ein großes, kuscheliges Lager mit vielen Decken und Kissen. Wir machen es uns richtig gemütlich vor dem Feuer, picknicken auf den Decken und erzählen uns bis tief in die Nacht Geschichten. Das geht natürlich auch wunderbar ohne Kamin. Macht einfach ein paar Kerzen oder Lichterketten an, das sorgt für eine ähnliche Stimmung. Falls ihr ein Iglu-Zelt zuhause habt, könnt ihr natürlich auch ein richtiges Zelt im Wohnzimmer aufbauen und es euch darin gemütlich machen.

Eine Rutsche auf der Treppe

Ein schöner Nebeneffekt unseres Wohnzimmer-Camps ist, dass die Matratzen erstmal vom Obergeschoss ins Wohnzimmer heruntergebracht werden müssen. Das kann man direkt ausnutzen und aus der Treppe eine Rutschbahn bauen. Dabei liegt bei uns immer eine Matratze auf dem Boden unten im Flur, drei bilden die eigentliche Rutsche. Die Kinder werfen sich meist noch Decken und Kissen darauf und los geht das wilde Abenteuer. Alle purzeln und rutschen herunter, am Boden gibt es dann eine Kissenschlacht bis alle k.o. sind. Und alle, die schon mit Kindern und Corona mehrere Tage zuhause waren, wissen es: Wenn die Kinder müde werden, finden die Eltern etwas Zeit, um sich selbst zu erholen!

Das selbst ausgedachte Krimi-Dinner

Meine elfjährige Tochter hatte die glorreiche Idee, mal ganz anders kreativ zu werden: Sie hat ein eigenes Krimi-Dinner geschrieben. Jeder in der Familie bekommt dabei eine Rolle, die sie sich selbst ausgedacht hat. Einer ist natürlich klammheimlich der Mörder des Gastgebers. Für den Kleinsten in der Runde gibt es die Rollenbeschreibung mit selbstgemalten Bildern, und der Rest wird ihm erklärt. So haben wir in unserer Zeit Zuhause mal eine tolle Abwechslung beim Abendessen. Was meint ihr? Ist Adam von Winterspeck oder aber Marianne Popelberg wohl der Mörder oder die Mörderin? Finden wir es heraus … Und wer nicht sofort sein eigenes Krimi-Dinner schreiben möchte, kann sich natürlich entsprechende Boxen bestellen oder von Freunden aus heimischen Läden mitbringen lassen.

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Escape Room spielen

Escape Rooms kennt ihr bestimmt. In Hameln haben wir ja auch einen an der Münsterkirche. Aber habt ihr schon mal eine Escape Room-Box ausprobiert? Diese kann man eigentlich überall bekommen, wo es Spiele und Bücher gibt, und natürlich in Quarantäne auch bestellen. Ihr bekommt eine Box, in der Rätsel und Hinweise zu finden sind, um zum Ziel des Spiels zu kommen. Wir haben zum Beispiel eine Box, in der man das Geheimnis des Pharaos ergründen muss. Meist gibt es auch eine Zeitvorgabe, und bei uns sind alle ziemlich ehrgeizig, alles in der entsprechenden Zeit zu lösen. Für den Kleinsten im Bunde lesen wir alles laut vor, dann kann auch er mitraten. Hier waren wir noch nicht selbst kreativ, aber vielleicht habt ihr auch Lust, euch als Familie selbst Rätsel auszudenken und diese dann zu lösen?

Selbst gebasteltes Schattentheater

Unser Kleinster bastelt unheimlich gern und hat sich ganz ohne unser Zutun etwas Tolles ausgedacht: Er hat kleine Figuren aus Papier ausgeschnitten und mit Klebeband an das Ende von Schaschlikspießen geklebt. Vorlage war eine Serie, die er in der Quarantäne gern guckt und in der es um einen Bären geht, der von eine Horde Lemminge gepiesackt wird. Und so haben wir im dunklen Wohnzimmer gesessen und uns sein kleines Schattentheaterspiel angeschaut. Angeleuchtet wurden die Figuren von seiner Stirnlampe. Eine wirklich gelungene Aufführung! Alternativ könnt ihr das natürlich auch mit kleineren Kindern machen: Hier müssen nur Mama und Papa aktiv werden und die Figuren ausschneiden. Dann braucht ihr noch eine Taschen-oder Tischlampe und einen ebenen Hintergrund, auf den die Schatten geworfen werden.

Schatzsuche in der Wohnung

Schatzsuchen sind bei unseren Kindern Teil jedes Kindergeburtstags und immer das Highlight des Tages. Und da so eine Quarantäne schon öde genug ist, braucht es doch genauso ein Highlight, oder? Also könnt ihr euch Hinweise und Verstecke ausdenken, je nach Alter eures Kindes oder eurer Kinder, und dementsprechend den Schatz verstecken. Bei uns muss der Schatz besonders gut versteckt sein. Wir wollen ja schließlich, dass die Kinder auch ein bisschen beschäftigt sind, oder? Alternativ könnt ihr natürlich auch eine Schatzkarte zeichnen. Wenn ihr einen Garten habt –prima! Dann versteckt den Schatz gern draußen, damit alle in der Quarantäne mal an die frische Luft kommen. Der Schatz an sich kann theoretisch alles sein: Ob ihr euch von jemandem, der nicht in Quarantäne ist, ein paar Kleinigkeiten besorgen lasst oder ob ihr Süßigkeiten aus der Küche versteckt, ist eigentlich egal. Hier ist der Weg das Ziel.

Fotos: Ines Krawinkel

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